Nvu
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Nvu ist ein klassischer WYSIWYG‑HTML‑Editor, mit dem du Webseiten wie in einem Textprogramm erstellst. Er richtet sich an alle, die schnell Resultate sehen wollen, ohne zuerst HTML zu pauken. Im Folgenden erfährst du, wie Nvu funktioniert, was dir das Tool konkret bringt, wo seine Grenzen liegen und welche Alternativen heute cleverer sind.
Vorteile
- Einfaches WYSIWYG‑Editing ohne HTML‑Vorkenntnisse
- Integrierter CSS‑Editor und Site‑Manager mit FTP‑Upload
- Läuft auf Windows, macOS und Linux
Nachteile
- Nicht mehr aktiv weiterentwickelt
- Schwächen bei modernen Webstandards/HTTPS
- Teilweise instabil und Rendering‑Unterschiede
Nvu: Kostenloser WYSIWYG‑Editor für Websites
Nvu war in den 2000ern eine kleine Offenbarung: Du klickst, tippst Text, fügst Bilder ein – und hast sofort eine fertige Seite. Für Hobby‑Projekte, Schulwebsites oder schnelle Prototypen war das goldrichtig. Die letzte stabile Version 1.0 stammt aus dem Jahr 2005 und die Entwicklung wurde später eingestellt, was den nostalgischen Charme erklärt – und ein paar Grenzen.
Was ist Nvu und wie arbeitet es?
Im Kern ist Nvu ein visueller HTML‑Editor. Du wechselst per Klick zwischen WYSIWYG‑Ansicht, Quellcode und Split‑View. Seiten lassen sich mit Vorlagen aufsetzen, Texte formatieren, Tabellen und Bilder platzieren, Formulare bauen – alles ohne kryptischen Code. Wer tiefer gehen möchte, springt in den HTML‑Quelltext und Feinschliff per Hand ist jederzeit möglich.
Wichtige Funktionen im Überblick
- Site‑Manager mit FTP: Verbinde dich mit deinem Webspace und veröffentliche Änderungen direkt aus dem Editor.
- CSS‑Bearbeitung: Stylesheets pflegen, Schriften und Farben zentral steuern – praktischer als Inline‑Formatierungen.
- Validierung: Inhalte gegen gängige Standards prüfen, damit Seiten sauber rendern.
- Plattformübergreifend: Läuft auf Windows, macOS und Linux – ideal, wenn du auf mehreren Systemen arbeitest.
Für wen lohnt sich Nvu heute noch?
Wenn du sehr einfache, statische Seiten bauen willst – etwa eine Visitenkarte, ein Projekt‑Portfolio oder eine Event‑Landingpage – liefert Nvu trotz seines Alters noch fix Ergebnisse. Du brauchst kein CMS, keine riesige Toolchain und keinen Build‑Prozess. Einfach öffnen, bauen, hochladen. Für alles, was moderner ist (responsive Layouts, komplexe Komponenten, strenge Performance‑Budgets), ist Nvu aber zu betagt.
Praxisgefühl: So geht’s flott von der Hand
Typischer Workflow: Du legst ein neues Projekt an, definierst die Seitennavigation, baust Inhalte, prüfst im Split‑View schnell mal den Code und schiebst die Dateien via FTP live. Dieses „Ich sehe sofort, was online kommt“-Gefühl motiviert – gerade, wenn du außerhalb deiner Komfortzone arbeitest.
Grenzen und Stolperfallen
Die fehlende Weiterentwicklung merkst du bei HTML5/CSS3‑Funktionen, modernen Flex/Grid‑Layouts oder HTTPS‑Themen rund um Einbettungen. Auch Browser‑Rendering kann abweichen, weil Nvu auf einem älteren Gecko‑Stand beruht. Kurz: Für Legacy‑Seiten okay, für aktuelle Frontend‑Anforderungen nicht mehr state of the art.
Alternativen: Was ist die bessere Wahl?
Historisch wuchs aus Nvu der Community‑Fork KompoZer, der viele Bugs glättete. Später folgte mit BlueGriffon ein modernerer WYSIWYG‑Editor vom selben Hauptautor – technisch frischer und mit Unterstützung aktueller Standards.
Fazit: Sympathisch, aber ein Werkzeug von gestern
Nvu hat seine Stärke in der radikalen Einfachheit. Für kleine, statische Projekte liefert es dir in Minuten sichtbare Ergebnisse. Wenn du jedoch mobil‑optimierte, barrierearme und langfristig wartbare Websites möchtest, greifst du besser zu modernen Editoren oder direkt zu einem CMS bzw. einem Framework.
Häufig gestellte Fragen:
Ist Nvu noch sicher nutzbar?
Für rein lokale Tests und simple, statische Seiten ja – aber ohne aktive Pflege fehlen Patches und Verbesserungen. Für produktive Projekte mit aktuellen Anforderungen solltest du moderne Tools bevorzugen.
Läuft Nvu auf Windows 10/11 und aktuellen macOS‑Versionen?
Es lässt sich starten, weil es ein klassisches Desktop‑Programm ist. Einzelne Funktionen können jedoch wackeln, vor allem rund um Einbettungen und alte Bibliotheken. Teste dein Setup vorab.
Unterscheidet sich Nvu stark von KompoZer?
KompoZer ist ein Community‑Fork mit Bugfixes und Feinschliff. In der Bedienung ähnlich, aber robuster. Für Nostalgiker ist Nvu okay – für etwas mehr Stabilität war KompoZer die bessere Wahl.
Kann ich mit Nvu moderne HTML5‑Layouts erstellen?
Nur eingeschränkt. Viele neue Layout‑Techniken und Best Practices sind erst nach Nvu entstanden. Für responsive Design und Performance‑Optimierung lieber aktuelle Editoren oder Frontend‑Stacks verwenden.
Wie veröffentliche ich meine Seite aus Nvu?
Über den integrierten Site‑Manager: FTP‑Zugangsdaten eintragen, Zielordner wählen und Dateien hochladen. Für wiederholte Updates ist das angenehm direkt.
Eigenschaften der Software
Rating:
Name:
Nvu
Lizenzart:
Open Source
System:
Windows, macOS, Linux
Sprache:
Multi-language
Update:
09.01.2026
Latest Version:
1.0
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