Picasa

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Picasa ist ein nostalgischer, blitzschneller Foto-Manager für die lokale Bildorganisation.

Picasa ist ein schneller Foto-Manager mit einfacher Bildbearbeitung, der trotz seines Alters erstaunlich gut funktioniert. Wenn du viele Fotos lokal organisierst und keine Cloud brauchst, liefert das Tool noch immer solide Ergebnisse. Im Folgenden erfährst du, wie Picasa tickt, welche Funktionen überzeugen und wo die Grenzen liegen.

Vorteile

  • Sehr schnelle lokale Bildverwaltung auch auf älteren PCs
  • Nicht-destruktive Bearbeitung mit einfachen Ein-Klick-Tools
  • Gesichtserkennung und Tags komplett offline

Nachteile

  • Eingestellt, keine Updates oder Sicherheitspatches
  • Online-Funktionen wie Sync/Upload sind deaktiviert
  • Kompatibilitäts- und RAW-Lücken bei neuen Kameras und Systemen

Picasa im Test: Der schnelle, nostalgische Foto-Manager, der immer noch liefert

Was ist Picasa?

Picasa ist eine Bilderverwaltungs- und Viewer-Software, ursprünglich von Google angeboten, die 2016 zugunsten von Google Photos eingestellt wurde. Das Desktop-Programm lässt sich weiterhin nutzen, wird aber nicht mehr weiterentwickelt. Wer also eine schlanke, lokale Lösung sucht, findet hier einen Oldie mit Charme.

Wie funktioniert Picasa?

Nach der Installation scannt Picasa deine definierten Ordner, baut eine visuelle Bibliothek und zeigt alles in einer klaren Timeline. Du sortierst per Drag-and-drop in Alben, vergibst Sterne, Schlagwörter und Personen-Tags. Änderungen wie Zuschneiden, Belichtung, Farbe oder Schärfe speichert Picasa nicht-destruktiv: Dein Original bleibt erhalten, während die Anpassungen als Anweisungen abgelegt werden. Das macht Experimente leicht und rückgängig.

Main Features, die heute noch überzeugen

Blitzschnelle Navigation: Durch Tausende Fotos scrollen, zoomen, vergleichen – das geht flüssig und ohne Wartezeiten. Genau das fühlt sich im Alltag befreiend an.

Nicht-destruktive Bearbeitung: Ein-Klick-Optimierung, Rote-Augen-Entfernung, Feintuning von Licht/Farbe und Seitenvergleich für Vorher-nachher laufen extrem zügig.

Batch-Workflows: Mehrere Bilder gleichzeitig umbenennen, drehen, Größe anpassen oder exportieren – ideal für Serien aus Kamera oder Smartphone.

Gesichtserkennung offline: Picasa erkennt Personen lokal. Du bestätigst Namen, der Rest wird erstaunlich zuverlässig zugeordnet – praktisch für Familienarchive.

Kreativtools: Collagen, einfache Filme/Slideshows und Bildübersichten entstehen in Minuten und wirken überraschend stimmig.

Plattformen, Sprachen und Version

Picasa lief offiziell auf Windows und macOS; eine Linux-Variante existierte historisch, spielte aber eine Nebenrolle. Die finale Windows-Ausgabe trägt die Versionsnummer 3.9.141.259. Sprachpakete decken Deutsch und zahlreiche weitere Sprachen ab.

Warum brauchst du es (noch)?

Weil es rasend schnell ist. Wenn du lokal Ordnung schaffen willst – ohne Cloud, ohne Abo, ohne Ballast – spielt Picasa seine Stärken aus. Du sichtest Urlaubsordner im Akkord, taggst Gesichter fürs Familienalbum und exportierst genau die Auswahl, die du brauchst. Gerade auf älteren Laptops fühlt sich Picasa an wie ein Turbo für die Bilderflut.

Grenzen und Risiken

Wichtig: Das Projekt ist eingestellt; es gibt keine Sicherheitsupdates mehr. Online-Funktionen wie „Sync to Web“ oder Upload-Buttons sind deaktiviert und dienen nur noch als Deko. Auch ganz neue RAW-Formate und manche Metadaten-Standards werden nicht vollständig unterstützt. Setze Picasa deshalb offline-zentriert ein und archiviere deine Bilder zusätzlich – sicher ist sicher.

Praxis-Tipp

Lege dir einen klaren Ordnerbaum an (Jahr/Monat/Anlass) und nutze Sterne für schnelle Favoriten. Mit Labels (Stichwörtern) strukturierst du Themen quer durch Jahre. Exportiere fertige Sets in einen „Share“-Ordner – so behältst du die Originale sauber getrennt von Ausgaben für Mail, Druck oder Social.

Für wen geeignet?

Für dich, wenn du viele Fotos lokal hast, Geschwindigkeit liebst und Basis-Bearbeitung genügt. Weniger geeignet, wenn du aktuelle Cloud-Syncs, moderne RAW-Workflows oder Teamfreigaben erwartest – das kann Picasa nicht mehr leisten.

Fazit

Picasa ist kein modernes Fotolabor – aber als schneller, unkomplizierter Manager mit starker Offline-Gesichtserkennung bleibt es ein erstaunlich nützliches Werkzeug. Wer die Grenzen akzeptiert, bekommt eine verlässliche Arbeitsmaschine für den Alltag.

Häufig gestellte Fragen:

Gibt es noch Updates oder Support?

Nein. Picasa wurde 2016 eingestellt und erhält seitdem keine Updates oder Support mehr.

Welche Version ist die letzte?

Die finale Windows-Version ist 3.9.141.259; auf dem Mac endete die Entwicklung ebenfalls mit der 3.9.141-Reihe.

Funktioniert der Upload zu Google Photos noch?

Nein. Die Sync- und Upload-Schaltflächen sind deaktiviert; Online-Funktionen wurden abgeschaltet.

Läuft Picasa unter aktuellen Windows-Versionen?

Grundsätzlich ja, viele Nutzer verwenden es weiterhin. Da die Software aber veraltet ist, können kleine Macken oder Inkompatibilitäten auftreten – besonders bei neuen Kameras und Formaten.

Eigenschaften der Software

Rating:

3,6

Name:

Picasa

Lizenzart:

Freeware

System:

Windows, macOS

Sprache:

Mehrsprachig

Update:

09.01.2026

Latest Version:

3.9.141.259