Portmaster

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Portmaster bietet dir umfassende Kontrolle über deine Internetverbindungen und schützt deine Privatsphäre auf einfachste Weise.

Portmaster ist eine quelloffene App‑Firewall und Privacy‑Suite, mit der du jede Verbindung auf deinem Rechner sichtbar machst, blockierst und nach deinen Regeln lenkst. Hier erfährst du kompakt, wie Portmaster funktioniert, welche Features wirklich zählen und worauf du in der Praxis achten solltest.

Vorteile

  • Granulare App‑Kontrolle mit starken Standard‑Blocklisten
  • Sicheres DNS (DoH/DoT) samt Tracking‑/Malware‑Filter
  • Optionales Multi‑Hop‑Netzwerk (SPN) für mehr Privatsphäre

Nachteile

  • Manchmal Feintuning nötig (DNS/VPN‑Kompatibilität)
  • Kein offizielles macOS
  • Einarbeitung für komplexe Regeln

Portmaster: Die App‑Firewall, die deinem Traffic Grenzen setzt

Du willst sehen, was deine Programme wirklich ins Netz schicken – und es stoppen? Genau da glänzt Portmaster: eine kostenlose, GPL‑lizenzierte App‑Firewall mit Fokus auf einfache Bedienung und tiefe Kontrolle. Sie läuft auf Windows und Linux und packt starke Privacy‑Features in ein klares UI.

Was ist Portmaster?

Portmaster ist eine kostenlose, quelloffene Desktop‑Firewall und Privacy‑Suite. Du siehst Verbindungen pro App, setzt globale und per‑App‑Regeln, aktivierst Secure DNS (DoH/DoT) und blockierst Tracker/Malware über kuratierte Filterlisten. Als Add‑on bekommst du das SPN (Safing Privacy Network): ein Multi‑Hop‑Netz, das Verbindungen automatisch über mehrere Knoten verschleiert.

So funktioniert es unter der Haube

Technisch klinkt sich Portmaster tief in den Netzwerk‑Stack ein: auf Linux via nfqueue, auf Windows via WFP‑Treiber. Ein System‑Dienst verarbeitet den Traffic lokal, die UI zeigt dir alles transparent an. Seit Version 2 kamen u. a. Offline‑Installer, ein schlankeres Update‑System und eine SQLite‑Datenbank für mehr Stabilität dazu.

Hauptfunktionen – die Shortlist

  • Monitoring in Echtzeit: Jede App, jede Verbindung, sauber zuordenbar.
  • Regeln & Filter: Blocken nach Domain, IP, Land, ASN oder Listen – global oder pro App.
  • Secure DNS: Interzeptiert „verirrte“ DNS‑Anfragen, löst sie verschlüsselt auf.
  • Historie & Bandbreite (Pro): Aufzeichnen, durchsuchen, pro App prüfen.
  • SPN (Add‑on): Onion‑ähnliche Multi‑Hop‑Routen mit per‑App‑Steuerung.

Das Ziel: Privatsphäre out‑of‑the‑box, ohne dass du dich durch kryptische iptables‑Regeln arbeiten musst.

Was ist neu in v2.0.x?

Die v2‑Reihe modernisiert das Fundament: Offline‑Installer, streamlined Updates, bessere Linux‑Kompatibilität (u. a. immutable Distros), DNS‑Monitoring sowie SQLite für mehr Robustheit. Hintergrund: Safing hat sich 2024 mit IVPN zusammengeschlossen, um Wartung und Ausbau zu stärken. Aktuell ist 2.0.25 der neueste v2‑Build.

Setup & Plattformen

Unter Windows 7–11 (64‑bit) installierst du bequem per winget install -i portmaster oder klassischem Installer. Für Linux gibt es .deb, .rpm, AUR‑Stub und ein universelles Script; nach der Erstinstallation empfiehlt sich ein Reboot. Mobil/macOS werden derzeit nicht unterstützt.

Praxis: typische Stolperfallen und clevere Fixes

In der Praxis läuft Portmaster stabil – Ausnahmen betreffen meist DNS oder VPN‑Clients. Berichtet wurden z. B. langsames/fehlerhaftes DNS unter Windows 11 sowie Friktionen mit VPNs (WireGuard/Nord & Co.). Tipps aus Erfahrung: Secure‑DNS‑Einstellungen prüfen, bei VPNs Kill‑Switch/AllowedIPs anpassen, Startreihenfolge testen (erst VPN, dann Portmaster) und bei Bedarf auf die v1‑Fallbacks ausweichen.

Für wen lohnt sich Portmaster?

Du willst Kontrolle ohne Bastelhölle? Dann ist Portmaster Gold wert: klare Sicht auf Verbindungen, starke Defaults, fein dosierbare Regeln. Gerade wenn du Apps strikt einschränken willst – Browser, Updater, Cloud‑Clients – bringt dir Portmaster spürbar Ruhe und weniger Datenabfluss.

Fazit

Portmaster ist meine erste Empfehlung für eine moderne Desktop‑Firewall mit Privacy‑Fokus: kostenlos, offen, mächtig. Wer bereit ist, anfangs ein paar Schalter zu justieren (DNS/VPN), bekommt eine Lösung, die dauerhaft schützt – ohne Abo‑Zwang. Das SPN hebt die Privatsphäre dann auf ein neues Level.

Häufig gestellte Fragen:

Ist Portmaster ein VPN‑Ersatz?

Portmaster selbst ist eine App‑Firewall mit Secure DNS. Das optionale SPN liefert Multi‑Hop‑Routen ähnlich zu Tor – ideal für Privatsphäre, nicht fürs klassische „Standort wechseln“ wie bei vielen VPNs.

Läuft Portmaster auf macOS?

Offiziell aktuell nur Windows und Linux; mobile/macOS stehen nicht zur Verfügung.

Funktioniert Portmaster mit anderen VPNs?

Ja, oft problemlos – gelegentlich sind aber DNS/Kill‑Switch‑Anpassungen nötig (z. B. WireGuard AllowedIPs, Reihenfolge beim Start).

Ist Portmaster wirklich kostenlos?

Ja. Der Core ist Open Source (GPL) und gratis. Das SPN ist ein kostenpflichtiges Add‑on.

Was tue ich, wenn plötzlich nichts mehr ins Internet kommt?

Ruhig bleiben: zuerst rebooten, dann Secure‑DNS kurz deaktivieren/neu setzen, VPN‑Client testen und die Portmaster‑Logs prüfen. Oft löst das Startreihenfolge‑Tuning (erst VPN, dann Portmaster) die Blockade.

Eigenschaften der Software

Rating:

4,3

Name:

Portmaster

Lizenzart:

Open Source (GPL-3.0)

System:

Windows, Linux

Sprache:

English

Update:

09.01.2026

Latest Version:

2.0.25