Shotcut

Shotcut

Shotcut ist der kostenlose Videoeditor, der dir die Flexibilität und Funktionen bietet, die du für kreative Projekte benötigst.

Shotcut ist ein freier, vielseitiger Videoeditor für deinen Alltag – vom schnellen Social-Clip bis zum aufwendigeren YouTube-Projekt. Du bekommst starke Features ohne Abozwang und kannst direkt loslegen. Im Folgenden zeige ich dir die wichtigsten Funktionen, Stärken, Schwächen und für wen sich Shotcut wirklich lohnt.

Vorteile

  • Kostenlos, offen, plattformübergreifend
  • Breite Formatunterstützung bis 8K und 10‑Bit‑Workflow
  • Untertitel-Workflow inkl. Speech‑to‑Text

Nachteile

  • Kein echtes HDR‑Vorschau/Output
  • GPU‑Beschleunigung nur begrenzt; vieles bleibt CPU‑lastig
  • Oberfläche wirkt teils technisch; etwas Eingewöhnung

Shotcut kurz erklärt

Shotcut ist ein kostenloser, quelloffener Videoeditor für Windows, macOS und Linux. Du installierst, importierst dein Footage, und legst direkt auf der Timeline los – ohne vorherige Kataloge oder Transcodes. Aktuell ist Version 25.12.31 verfügbar, was u. a. den modernen 10‑Bit‑Workflow nach vorn bringt.

Hauptfunktionen im Überblick

  • Breite Formatunterstützung dank FFmpeg: von H.264/H.265 über ProRes/DNx bis zu Bildsequenzen, AVIF, WebP und mehr.
  • Native Timeline ohne Importzwang, Misch-Timeline mit verschiedenen Bildraten/Auflösungen.
  • Filter & Keyframes für Farbe, Schärfe, Stabilisierung, Texte (inkl. 360°/VR-Filter), LUTs.
  • Export-Presets plus Hardware-Encoding (NVENC/Quick Sync/AMF, sofern verfügbar).
  • Proxy & Preview Scaling für flüssige Vorschau auf schwächerer Hardware.
  • Untertitel: Subtitles-Panel, Import/Export (SRT, ASS, VTT) und automatische Transkription.

Das ergibt einen runden Funktionsmix für Creator, Hobbyfilmer und alle, die ohne Abo professionell genug schneiden wollen.

Neuigkeiten: 10‑Bit wird praktisch

Mit der 25.12‑Generation hat Shotcut zahlreiche CPU‑Effekte auf 10/12‑Bit gehoben – inklusive Transitions und Track‑Blending. Das ist wichtig, wenn du materialtreu arbeiten willst und nicht sofort ins 8‑Bit‑Nadelöhr fällst. Kurz: Farbverläufe und feine Korrekturen profitieren sichtbar.

GPU, CPU und was realistisch ist

Shotcut nutzt die GPU für die Oberfläche, optionales Hardware‑Encoding und einen speziellen GPU‑Effects‑Modus. Aber: Decoding, viele Filter, Transitions, Compositing laufen weiterhin vorwiegend über die CPU. Heißt für dich: Setze auf Proxies/Preview‑Scaling, wenn’s laggt, und aktiviere Hardware‑Encoding nur dort, wo es wirklich passt.

Sprache, Untertitel und KI‑Transkription

Praktisch im Creator‑Alltag: Untertitel lassen sich direkt im Subtitles‑Panel erzeugen. Seit 24.10 ist Speech‑to‑Text via Whisper integriert; seit 25.07 kannst du Modelle bequem im Dialog herunterladen und so Qualität/Tempo anpassen. Mein Tipp: Für Deutsch/Englisch einen größeren ggml‑Whisper‑Build wählen – langsamer, aber deutlich treffsicherer.

HDR – was geht, was (noch) nicht

Wichtig zu wissen: HDR wird nicht nativ angezeigt oder ausgegeben. Shotcut kann HDR‑Clips jedoch nach SDR (Rec.709) tone‑mappen. Für Social/YouTube reicht das vielen – wenn du echtes HDR‑Grading/Delivery brauchst, ist ein spezialisiertes Tool sinnvoller.

So arbeitest du effizient

Mein schneller Workflow: Medien importieren, Proxy aktivieren, auf der Timeline schneiden, wichtige Clips mit Keyframes anreichern (Stabilisierung, Color, Text), dann Export mit passendem Preset. Für schnelle Uploads nutze ich Hardware‑Encoding; bei heiklen Masterings bleibe ich oft bei CPU‑Export für maximale Kompatibilität.

System & Performance‑Hinweise

Empfohlen sind Windows 10 (Build 1809) oder neuer, macOS 12+ bzw. moderne Linux‑Distros, dazu 8 GB RAM für HD und 16 GB für 4K. Auf schwächeren Rechnern helfen Proxy und Preview Scaling spürbar.

Für wen lohnt sich Shotcut?

Wenn du kostenlos starten willst, YouTube‑Videos, Tutorials, Screencasts oder Reiseclips schneidest und Wert auf offene Standards legst, ist Shotcut top. Für fortgeschrittenes HDR‑Grading, aufwendige VFX oder Team‑Collab mit riesigen Projekten würde ich andere Tools ins Auge fassen.

Fazit

Shotcut trifft den Sweet Spot aus frei, fair, funktionsreich. Die 10‑Bit‑Schritte und das integrierte Speech‑to‑Text machen den Editor 2026 spürbar attraktiver – mit der klaren Ansage: CPU zuerst, GPU nur dosiert. Wenn du damit leben kannst, bekommst du enorm viel Editor fürs Geld – nämlich für 0 €.

Häufig gestellte Fragen:

Ist Shotcut wirklich kostenlos?

Ja. Shotcut ist Open Source unter der GPL und dauerhaft gratis nutzbar – ohne Abo oder Aktivierung.

Unterstützt Shotcut 10‑Bit?

Ja, seit 25.12 wurden viele CPU‑Effekte, Übergänge und Track‑Blending auf 10/12‑Bit gehoben – ideal für hochwertiges Farbgrading.

Läuft Shotcut auf meinem älteren PC?

Wenn dein System mindestens Windows 10 (Build 1809), macOS 12 oder ein modernes 64‑Bit‑Linux erfüllt und genug RAM hat (8 GB für HD, 16 GB für 4K), klappt es – notfalls mit Proxy/Preview‑Scaling.

Kann Shotcut echtes HDR ausgeben?

Nein. Es gibt derzeit keine korrekte HDR‑Vorschau oder -Ausgabe; HDR lässt sich jedoch sauber nach SDR konvertieren (Tone‑Mapping).

Wie gut funktioniert die automatische Untertitelung?

Sie basiert auf Whisper. Mit größeren Modellen steigt die Genauigkeit, aber die Rechenzeit auch. Der Model‑Downloader (seit 25.07) macht das Nachrüsten leicht.

Eigenschaften der Software

Rating:

4,4

Name:

Shotcut

Lizenzart:

Open Source (GPLv3)

System:

Windows, macOS, Linux

Sprache:

Mehrsprachig (u. a. Deutsch, Englisch)

Update:

09.01.2026

Latest Version:

25.12.31