XAMPP
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XAMPP ist so ein Tool, das du einmal installierst – und plötzlich läuft deine Webidee lokal, als wäre sie schon live. Genau deshalb schwören Einsteiger wie Profis darauf. Ich zeige dir, was XAMPP kann, wo seine Grenzen liegen und für wen es sich 2026 wirklich lohnt.
Vorteile
- Schnelle Einrichtung ohne manuellen Stack-Aufbau
- Kompletter LAMP/WAMP‑Stack inkl. phpMyAdmin
- Große Community und viele Anleitungen
Nachteile
- Nicht für den Produktiveinsatz gedacht
- Updates kommen unregelmäßig; Komponenten teils älter
- Schwerer als schlanke Docker‑Setups
XAMPP
Was ist XAMPP – und warum reden alle darüber?
XAMPP ist ein komplettes Webserver-Paket für deinen lokalen Rechner: Apache für HTTP, MariaDB als Datenbank sowie PHP und Perl als Laufzeitumgebungen. Ziel: in wenigen Minuten eine realistische Serverumgebung zum Entwickeln – ohne mühsame Einzelinstallation. XAMPP ist kostenlos und baut auf Open‑Source‑Komponenten auf.
Aktuelle Versionen & Plattformen
Für Windows ist die derzeit relevante Ausgabe 8.2.12 – genau diese Version listen viele Software‑Kataloge, inklusive Angaben zur Aktualisierung am 22.11.2023.
Offiziell werden Windows, Linux und macOS bedient; die Download‑Seite nennt die verfügbaren Build‑Reihen (8.0.x, 8.1.x, 8.2.x) mit den jeweiligen Komponenten wie Apache 2.4.58, MariaDB 10.4.32 und phpMyAdmin 5.2.1.
Spannend: Es existiert außerdem eine „XAMPP in the browser“ Variante, die im Paket u. a. PHP 8.3.12 und Apache 2.4.62 mit Alpine Linux bereitstellt – gedacht zum direkten Ausführen im Browser. Praktisch zum Ausprobieren neuer PHP‑Features.
Für wen taugt XAMPP?
Wenn du WordPress, Laravel, ein altes PHP‑Projekt oder eine schnelle API‑Skizze lokal testen willst, ist XAMPP simpel und robust. Ich kenne das aus der Praxis: Projekt geklont, Datenbank importiert, Apache & MySQL im Control Panel gestartet – fünf Minuten später lief die Demo beim Kunden auf meinem Laptop.
Hauptfunktionen im Überblick
- Apache Webserver mit gängigen Modulen
- MariaDB mit phpMyAdmin zur Verwaltung
- PHP inkl. gängiger Erweiterungen
- Control Panel (Windows) zum Starten/Stoppen der Dienste
- Zusatztools wie OpenSSL, Mercury Mail, FileZilla‑Server (je nach Plattform/Build)
Die Kombination bildet einen soliden, lokalen LAMP/WAMP‑Stack, der nah an typischen Hosting‑Umgebungen liegt.
Installation & erste Schritte
1) Installer laden und ausführen. 2) Zielordner wählen (z. B. C:\xampp). 3) Dienste starten (Apache/MariaDB) im Control Panel. 4) Testen: http://localhost aufrufen, Projekt in htdocs legen, Datenbank per phpMyAdmin anlegen. Fertig. Für Linux/macOS orientierst du dich am jeweiligen Installer – der Ablauf ist ähnlich schlank.
Sicherheit & Grenzen
XAMPP ist explizit für die Entwicklung gedacht. Damit alles „out of the box“ läuft, sind einige Schutzmechanismen standardmäßig deaktiviert. Für den Live‑Betrieb ist das ungeeignet – wer produktiv gehen will, härtet selbst oder wechselt auf ein echtes Server‑Setup.
macOS & Apple Silicon
Die nativen macOS‑Installer wurden über längere Zeit als x86_64 ausgeliefert und laufen auf Apple Silicon (M‑Chips) via Rosetta. Die frühere XAMPP‑VM wird für ARM nicht unterstützt. Heißt in der Praxis: Läuft – aber ohne native ARM‑Beschleunigung.
Warum XAMPP statt Docker & Co.?
Weil du starten willst – jetzt. XAMPP ist perfekt, wenn es schnell gehen muss oder wenn Teamkollegen keinen Container‑Background haben. Docker‑Compose ist flexibler und näher an Produktion, aber der Einstieg kostet Zeit. Ich persönlich nutze XAMPP für schnelle Proofs und Docker, sobald es ernst wird.
Best Practices aus der Praxis
- Projektordner sauber trennen: htdocs pro Projekt, Logs im Blick behalten
- PHP‑Version mitdenken: Alte Projekte besser mit der passenden 8.0/8.1‑Reihe testen
- Kein Produktivbetrieb: Firewall, Passwörter und Härtung sind lokal okay – im Internet nicht
Alternativen
Docker/Compose (modern, reproduzierbar), WAMP/MAMP/Laragon (leichte Windows/macOS‑Stacks) oder Dev‑Container in VS Code. Wenn du CI/CD oder Team‑Onboarding planst, sind Container oft die nachhaltigere Route.
Fazit
XAMPP ist nicht der hippste Stack – aber er rettet Zeit. Für Lernprojekte, Legacy‑Code oder schnelle Demos ist es schlicht effizient. Und dank Browser‑Variante kannst du sogar ohne lokale Installation experimentieren. Klare Empfehlung für „schnell produktiv“ – nicht für „sicher produktiv“.
Häufig gestellte Fragen:
Ist XAMPP für Live‑Server geeignet?
Nein, XAMPP ist auf Entwicklerfreundlichkeit getrimmt; Sicherheitsfeatures sind teils deaktiviert. Für Produktion solltest du eine gehärtete Server‑Konfiguration oder Container nutzen.
Welche Version sollte ich 2026 nehmen?
Für Windows ist 8.2.12 der solide Standard, weil viele Projekte darauf getestet sind; parallel existieren Builds für Linux/macOS und eine Browser‑Variante mit PHP 8.3.12 zum Ausprobieren. Wähle die Reihe passend zu deinem Projekt (8.0/8.1/8.2).
Läuft XAMPP auf Apple‑Silicon‑Macs?
Ja, über Rosetta. Native ARM‑VMs werden nicht unterstützt; das ist für die meisten Dev‑Szenarien okay, aber nicht maximal performant.
Was steckt genau drin?
Je nach Build u. a. Apache 2.4.x, MariaDB 10.4.x, PHP 8.x, phpMyAdmin 5.2.x und Tools wie OpenSSL; die genaue Zusammensetzung steht auf der Download‑Seite.
Eigenschaften der Software
Rating:
Name:
XAMPP
Lizenzart:
Freeware
System:
Windows, macOS, Linux
Sprache:
Multi-language
Update:
07.01.2026
Latest Version:
8.2.12
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