YUMI exFAT

YUMI exFAT

Multiboot-USB ohne 4-GB-Limit – schnell eingerichtet, robust im Alltag.

YUMI exFAT verwandelt deinen USB-Stick in ein kleines Multitool für Installationen, Live-Systeme und Rettungs-Tools. In diesem Review siehst du, wie das in der Praxis läuft, wo YUMI glänzt – und wo du besser genauer hinschaust.

Vorteile

  • Multiboot mit UEFI Secure Boot und exFAT für Dateien über 4 GB
  • Persistenz bis 40 GB für viele Linux-Distributionen
  • Einfache Bedienung mit Drag-and-drop und großer ISO-Auswahl

Nachteile

  • Vorbereitung löscht das komplette Laufwerk inklusive versteckter Partitionen
  • Persistenz bei einigen Debian-basierten Distros aktuell eingeschränkt
  • Oberfläche nur auf Englisch und teils knifflig mit Secure-Boot-Keys

YUMI exFAT: Multiboot-USB ganz ohne 4-GB-Grenze

Du willst Windows installieren, Linux-Livesysteme testen, Daten retten und Diagnose-Tools immer dabeihaben – auf einem einzigen Stick? Genau dafür ist YUMI exFAT gemacht. Das Tool erstellt aus deinem USB-Laufwerk ein Multiboot-System, das dank exFAT auch sehr große ISO-Dateien sauber handhabt. Es kombiniert eine einfache Windows-Oberfläche mit einem modernen Boot-Prozess und räumt dir die Freiheit ein, später jederzeit weitere Systeme hinzuzufügen.

Was ist YUMI exFAT?

YUMI steht für Your Universal Multiboot Integrator. Die exFAT-Variante setzt auf ein zweigeteiltes Partitionslayout – eine kleine FAT- oder FAT32-Boot-Partition und eine große exFAT-Datenpartition. Ergebnis: Du umgehst die klassische 4-GB-Grenze, bleibst UEFI- und BIOS-kompatibel und kannst ISO, IMG, WIM, VHD und mehr ablegen. Die Oberfläche ist schlank: Ziel-Laufwerk wählen, Eintrag aus der Liste der unterstützten Systeme selektieren, ISO zuweisen, erstellen – fertig.

Highlights und Funktionen

  • UEFI und Secure Boot: Schlüssel via MOK Manager einschreiben und auch auf strikteren Systemen starten.
  • exFAT-Speicher: Große Images und Dateien problemlos nutzen – perfekt für aktuelle Windows-ISOs, PE-Umgebungen und große Rescue-Suites.
  • Persistenz: Für viele Debian-, Ubuntu-, Arch- und Fedora-basierte Distros legt YUMI automatisch persistente Speicherdateien bis zu 40 GB an.
  • Drag and Drop: ISO-Dateien in definierte Ordner kopieren, YUMI erkennt sie beim Booten und ergänzt das Menü automatisch.
  • Windows aus VHD: VHD-Container erstellen und Windows direkt vom Stick booten – praktisch für Admin-Setups.
  • Kuratiertes Verzeichnis: Von Installations-ISOs bis zu Klon- und Diagnose-Tools – die Auswahl ist groß und spart Recherchezeit.

So setzt du YUMI exFAT ein

  • Stick vorbereiten: YUMI formatiert und partitioniert den Datenträger. Wichtig: Alle Partitionen – auch versteckte – werden gelöscht. Vorher sichern.
  • Boot-Option wählen: Distribution oder Tool aus der Liste auswählen, ISO zuweisen und erstellen lassen. Für weitere Systeme den Vorgang wiederholen.
  • Secure Boot: Falls aktiviert, den bereitgestellten Key über MOK Manager einschreiben. Danach starten die Einträge zuverlässig.
  • Nachträglich erweitern: Neue ISOs einfach hinzufügen oder entfernen – ohne den Stick komplett neu aufzusetzen.

Praxis und Performance

Mit schnellen SSD-USB-Sticks wirkt YUMI exFAT wie ein Turbo: Windows-Installer starten flott, Linux-Livesysteme boosten gefühlt in Sekunden. Im Feld – etwa bei einer spontanen Datenrettung oder einem BIOS-Update – zahlt sich das Multiboot-Menü aus. Fällt eine Option auf einer Maschine aus, probierst du die nächste. Gerade diese Flexibilität macht YUMI im Alltag so stark.

Kompatibilität und Grenzen

Persistenz ist bei einigen neueren Debian-Derivaten zeitweise heikel – hier ändern Upstream-Projekte gelegentlich Vorgaben. Für die meisten populären Distros funktioniert es jedoch zuverlässig. Secure Boot klappt in der Regel nach MOK-Enrollment, einzelne Firmware-Implementierungen können aber zickig sein. Und klar: Weil YUMI beim Vorbereiten den gesamten Datenträger anfasst, solltest du vorher wirklich jedes Byte sichern.

Für wen lohnt sich YUMI exFAT?

Für dich, wenn du regelmäßig Systeme installierst, Images testest oder als Go-to-Toolbox einen Rettungsstick brauchst. Admins, Helpdesk, Power-User und Neugierige profitieren gleichermaßen – gerade weil du nicht zwischen mehreren Sticks jonglieren musst.

Alternativen

Rufus ist top für einzelne Sticks pro ISO, aber kein echtes Multiboot. Ventoy erlaubt ebenfalls Drag-and-drop für viele ISOs; YUMI exFAT überzeugt zusätzlich mit geführter Oberfläche, Persistenz-Assistent und sauberer Ordnerstruktur.

Fazit

YUMI exFAT ist das Multiboot-Tool, das du nach einer Stunde nicht mehr missen willst. Schnell eingerichtet, robust, flexibel – und ideal, wenn du große ISOs nutzen oder verschiedene Systeme auf einem Stick kombinieren möchtest. Kleine Ecken und Kanten gibt es, doch unterm Strich ist YUMI exFAT eines der stärksten Werkzeuge für Boot-Sticks.

Häufig gestellte Fragen:

Ist YUMI exFAT kostenlos?

Ja, die Software ist kostenlos und quelloffen lizenziert.

Funktioniert YUMI exFAT mit Secure Boot?

Ja. Du musst den bereitgestellten Schlüssel einmalig per MOK Manager einschreiben, danach starten die Einträge in der Regel problemlos.

Kann ich später weitere ISOs hinzufügen?

Ja. Du führst YUMI einfach erneut aus oder kopierst unterstützte Dateien in die vorgesehenen Ordner. Das Bootmenü aktualisiert sich beim Start.

Was passiert beim Vorbereiten des Sticks?

Der Datenträger wird neu partitioniert und formatiert. Alle Partitionen und Daten gehen verloren – also unbedingt vorab sichern.

Eigenschaften der Software

Rating:

4,6

Name:

YUMI exFAT

Lizenzart:

Open Source (GPLv2)

System:

Windows, Linux

Sprache:

English

Update:

07.01.2026

Latest Version:

1.0.3.2